Bridget Jones‘ Baby: Kritik zum dritten Teil der Reihe

Sophia Freiheit 8. September 2016 0
Bridget Jones‘ Baby: Kritik zum dritten Teil der Reihe

Bridget is back! Endlich, denn Fans der Jones-Reihe mussten geschlagene 12 Jahre auf die Fortsetzung warten. Mindestens 20 Kilo leichter aber kein Problem ärmer muss Bridget an ihrem 43. Geburtstag feststellen, dass sein Wunschgewicht zu erreichen allein nicht glücklich macht. So hat sich in all den Jahren für sie immer noch nichts geändert: Sie sitzt allein auf ihrer Couch, isst Kuchen und singt das alt-bekannte  „All by myself“. Doch ihre Freundin und Kollegin Miranda (Sarah Solemani) kann sich ihr Selbstmitleid nicht länger ansehen und plant ein Musikfestival-Wochenende zu zweit. Einzige Regel: Bridget soll sich dem erstbesten Mann an den Hals werfen und somit ihren Frust über Bord werfen. Gesagt – getan und so landet Bridget nach einer wilden Partynacht mit dem gut aussehendem Jack Qwant (Patrick Dempsey) im Bett. Zurück in London begegnet sie ihrem Ex Mark Darcey (Colin Firth) auf einer Taufe wieder und das eher unbeholfene Wiedersehen endet ebenfalls im Hotelzimmer. Nachdem sie beiden Männern mehr oder weniger einen Korb gibt, will sie sich mit neuen Selbstvertrauen voll und ganz auf die Karriere konzentrieren. Kleiner Haken – Bridget ist schwanger und weiß nicht, ob Mark oder Jack der Vater ist. So lässt sie vorerst beide in dem Glauben, Vater zu werden und das buhlen um Bridgets Herz und das Baby beginnt.

Der Film basiert im Gegenteil zu seinen Vorgängern nicht auf einer Romanvorlage von Helen Fielding, sondern ist ein eigens geschriebenes Drehbuch zusammen mit der Autorin.

Regisseurin Sharon Maguire, die auch schon bei Schokolade zum Frühstück Regie führte, schafft es auf dem gleichen Niveau anzuknüpfen, auf dem die anderen Teile aufgehört haben. Mit dem selben Humor und der unverwechselbaren Situationskomik, wirkt die eigentlich völlig absurde Geschichte glaubwürdig und Bridget ist tollpatschig wie eh und jeh. Schauspielerisch glänzt der dritte Teil eher durch seine Nebenrollen: Emma Thompson erweist sich als großartige Besetzung für die Rolle der Frauenärztin, die völlig abgeklärt Bridget hilft, ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Gemma Jones und Jim Broadbent brillieren erneut in den Rollen der konservativen Eltern. Nur Renée Zellweger muss Kritik für ihre Arbeit ernten, aber wie wir schon bei Nicole Kidman feststellen mussten, spielt es sich mit Botox im Gesicht einfach nicht mehr ganz so leicht.

Alles in allem aber ein Film, der mit einigen Lachern punktet und den Fans das bietet, was sie erwarten. Wer sich also keine große Überraschungen erhofft und einfach nur unterhalten werden möchte, für den ist der Film genau das Richtige. Alle Fans sollten sich also den 20. Oktober 2016 merken, denn dann kommt der Film auch in die deutschen Kinos.

Beitragsbild: Foto Giles Keyte, ©STUDIOCANAL GMBH.

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