Das BENQ Cinematic Color Event – Vorstellung der „W-Beamer“ in London

Tobias Ritterskamp 22. Oktober 2015 0
Das BENQ Cinematic Color Event – Vorstellung der „W-Beamer“ in London

Good morning, Tobias!
Es ist vier Uhr morgens. Der Wecker klingelt. Ich darf aufstehen, denn heute geht es an nach London zum BENQ Cinematic Color Event. Der Flieger startet um 07:30 Uhr vom Flughafen Tegel. Es ist 05:00 Uhr als ich in die U-Bahn steige. Einige Stationen weiter steige ich in die S-Bahn um. Um diese Uhrzeit, denke ich mir, sind die Bahnen noch recht leer. Aber nichts da, kaum umgestiegen erblicke ich einen müden Artgenossen nach dem anderen. Zum Glück bin ich noch etwas schläfrig. Ich schließe meine Jalousien, fahre sie am Alexanderplatz wieder hoch und begebe mich dort zum Bus. Er wird mich direkt zum Flughafen Tegel fahren. Die Fahrt wird etwa 35 Minuten dauern.

Tobias verwirrt am Morgen
Am Airport angekommen, möchte ich nach der Gepäckkontrolle umgehend in den Abflugterminal einmarschieren. Er ist nicht zu finden. Etwas verzweifelt und in der Hoffnung, hier richtig zu sein, stelle ich mich an irgendeinem Terminal an. Da steht der Name der Fluggesellschaft, mit der ich Fliege. Hier kann ich nicht verkehrt sein. Und ob, Business-Class. Nur noch zwanzig Minuten bis Eincheckende. Wo ist die Information? Das ist die entscheidende Frage. Dort bekomme ich auch die entscheidende Antwort. „Da müssen Sie zu Terminal D“, teilt man mir mit. Die Wegbeschreibung abgespeichert, laufe ich so schnell ich kann. Forrest Gump war schnell, ich bin schneller. Und plötzlich sitze ich auch schon im Flugzeug, ganz aufgeregt, wie ein Kind an Weihnachten, das euphorisch das Geschenkpapier zerreißt, um den Inhalt freizugeben.

Geschafft. Ich sitze im Flugzeug. Jetzt kann es losgehen.

Geschafft. Ich sitze im Flugzeug. Jetzt kann es losgehen.

Ich hebe ja öfter mal ab, aber abgehoben mit einem Aeroplan bin ich zuletzt 1998.

Die Ankunft – London Heathrow
Nach einem 80-minütigen Flug und dem höchstinformativen wie auch spannenden Sicherheitsfilm der Fluggesellschaft (5 Sterne) erreichen wir den Flughafen London Heathrow. Kaum bin ich durch die Passkontrolle, gehe ich der Masse hinterher. Nach einem längeren Fußmarsch komme ich an Terminal 2 an. Eine Meute dort wartender und Schilder hochhaltender Leute starrt entgeistert auf die gerade Angekommenen. Unweigerlich muss ich an einen Besuch im Zoo denken, doch dieser Gedanke verflüchtigt sich recht schnell, da ich mit der Suche desjenigen Fahrers beschäftigt bin, der mich mit dem Shuttle zum Hotel fahren soll. Nachdem ich auf einem Schild meinen Namen erblicke, gehe ich strammen Schrittes auf den Mann zu und begrüße ihn freundlich. „Hello! My name is Tobias Ritterskamp. How are you?“ Der Fahrer sieht mich kurz an und wir geben uns die Hand. „Hello!“, sagt er. Dann kehrt der junge Mann wieder in den Suchmodus zurück. „Do you know where the other guy is?“, fragt er mich. „Well“, beginne ich meinen Satz und tue so, als hätte dieses lästige Füllwort irgendeine große Bedeutung, „I don´t know anything about another guy. I am sorry“. Nach etwa zehn Minuten kommt auch der andere Gast an und wir steigen in „Das Auto“.

Park Plaza Westminster Hotel and the excited Heinz
Nach einer (gefühlten) Ewigkeit erreichen wir das Hotel und der Kollege und ich grübeln, auf welchem Rang denn wohl London in der europäischen Stau-Statistik sei. Vermutlich ziemlich weit vorne. Uns freundlich vom Fahrer verabschiedend stürmen wir ins Park Plaza Westminster Hotel, wo man uns in der Lounge empfängt. Eine Person ist schon da, circa 40 sollen es noch werden. Ich bin skeptisch. Die Chefplanerin, Kristina ihr Name, gibt uns die Akkreditierungsmarken. Nun heißt es warten, doch das Warten wird einem durch adäquate Kommunikation enorm erleichtert. Heinz, der bereits vor mir und meinem Kollegen Nik da war, erzählt viel und voller Begeisterung. „[…] Das Teil hat einen DLP-Chip, sorgt damit für einen hohen Schwarzwert, hat 2200 ANSI Lumen und einen Bildkontrast, und das ist noch wichtiger, von 560:1. Und dann ist der auch noch 3D-tauglich. Ich meine, was willst du in dieser Preisklasse noch mehr.“ „Das ist schon ordentlich für den Preis“, entgegne ich. Die Fahrt vom Hotel zum Flughafen hätte auch gerne noch ein wenig länger dauern können.

Das zentral gelegene Park Plaza Westminster Bridge Hotel am Südufer der Themse. Hier lauert er schon, der excited Heinz. Das zentral gelegene Park Plaza Westminster Bridge Hotel am Südufer der Themse. Hier lauert er schon, der excited Heinz.

Das Event – die Projektoren
Mehr und mehr Leute treffen ein und als ich schon nicht mehr dran glaube, brechen wir auf zu den Dolby Studios. Dort angekommen, beginnt das eigentliche Event. Das BENQ Cinematic Color Event. Hier stellt der taiwanesische Technologiekonzern drei neue Full-HD-Beamer der W-Serie vor, die mit dem „REC. 709 HDTV-Standard“ Filme in originalgetreuer Farbqualität abspielen sollen. Das Einsteigermodell, der BENQ W1110, hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel, wobei die Bildschirmdiagonale von 1,52-7,62 Meter reicht. Die Lichtstärke liegt bei 2200 ANSI Lumen. Angegeben wird ein maximaler Kontrast von 10000:1. Wie die beiden Luxusbeamer verfügt auch der W1110 über einen energieeffizienten Smart Eco Modus. In diesem Sparmodus soll die 240-Watt-Lampe 6000 Stunden halten. Im Normalmodus betrage die Lebensdauer 3500 Stunden, so BENQ. Die beiden Heimkino-Projektoren W2000 und W3000 lösen mit 1920 x 1080 Bildpunkte auf und haben eine Lichtstärke von 2000 ANSI Lumen. Derweil der W2000 einen maximalen Kontrast von 15000:1 bietet, liegt er beim W3000 bei 10000:1. Letzterer hat eine 260-Watt-Lampe, deren Lebensdauer im Normalmodus bei 2000 Stunden und im Smart Eco Modus bei 4000 Stunden liegt. Der W2000 hat eine 240-Watt-Lampe. Im Normalbetrieb hält diese 3500 Stunden und im Sparmodus 6000 Stunden. Die Bilddiagonale beim W3000 liegt zwischen 0,91 und 7,62 Meter. Unterdessen zeichnet sich der W3000 durch eine Bildschirmdiagonale zwischen 1,52 und 7,62 Meter aus.

Alle drei vorgestellten Projektoren verfügen über zwei HDMI-Anschlüsse, jeweils eine 3,5 mm-Klinke für Audioeingang als auch Audioausgang, zwei USB-Ports sowie einem weiterentwickelten 6-Segment-Farbrad, das laut BENQ „mit perfekt winkelabgestimmten Farbsegmenten und einer neuartigen Beschichtung“ aufwartet. Während der W1110 zwei Cinch-Audioeingänge vorzuweisen hat, besitzen die beiden anderen Projektoren jeweils einen Cinch-Audioeingang.

Der W1110 Heimkino-Projektor ist ab Oktober zu einem Preis von 1.079 Euro (UVP) im Handel erhältlich. Etwa kostspieliger sind hingegen der W2000 für 1299 Euro (UVP) und der W3000 für 1799 Euro.

Der W1110 kann sich mehr als nur sehen lassen.

Kann sich sehen lassen

Ein sehr großer Rahmen
Die Präsentation ist vorbei, der Tag jedoch noch lange nicht. Wir fahren wieder zurück ins Hotel. Eine Stunde Erholung ist angesagt, ehe das Rahmenprogramm endlich losgeht. „Rahmenprogramm?“, denke ich mir. Der bisherige Rahmen war doch schon ziemlich groß. Warum jetzt also noch ein Rahmenprogramm, das droht, den bestehenden Rahmen zu sprengen. Egal, das Risiko nehme ich in Kauf. I am a real Blade Runner, ein Freund vom Tanz auf der Klinge. Das Klischee deutscher Pünktlichkeit im Hinterkopf (Ist das noch aktuell?) finde ich mich exakt um 17:40 Uhr in der Hotellobby ein. Von dort aus brechen wir auf, denn nun heißt es, London in den nächsten zwei Stunden von seinen schönsten Seiten zu sehen. Vor dem Hotel möchte ich ein Foto vom Big Ben machen. Während ich einen Schritt zurückgehe, läuft eine junge gut aussehende Frau direkt in mich hinein. „Get outta my way, nerdy muppet!“. Ich weiß zu diesem Zeitpunkt nicht, was muppet heißt, doch die attributive Konstruktion „nerdy muppet“ lässt mich bereits in diesem Moment vermuten, dass diese Schönheit, gefangen im Körper eines Grummelchens, es nicht gut mit mir meint. Trotz dieser Verbalattacke ist die zweistündige Tour durch London ein wundervolles Erlebnis. Allem voran der Besuch des London Eye ist einer der Höhepunkte, wenn nicht gar das Highlight unserer Stadterkundung. Dazu tragen sicherlich auch die während der Umrundung servierten Häppchen sowie der Rotwein bei, die mir doch eine gewisse Distinguiertheit abverlangen.

Der Blick auf den Big Ben aus einer der zahlreichen gläsernen Gondeln des London Eye. Nur der graue Schleier stört ein wenig. Der Blick auf den Big Ben aus einer der zahlreichen gläsernen Gondeln des London Eye. Nur der graue Schleier stört ein wenig.

Seinen Abschluss findet der Stadtrundgang mit einer kleinen Bustour durch das Zentrum Londons. Hier der Trafalgar Square, dort der Big Ben und das London Eye, da die Tower Bridge. Ein wundervoller Tag. Ab ins Hotel, und dann ab ins Bett. Es ist 20:30 Uhr.

„This is the end“… oder auch nicht
Der Busfahrer fährt jedoch nicht zum Hotel. Mit einem Mal kommt er zum Stehen. Hat er sich etwa verfahren? „Oh nein!“, denke ich mir. Ein Blick auf die Agenda verrät, dass von 20:30 Uhr bis 23:00 Uhr noch ein gemeinsames Dinner im Barbecoa ansteht. Nur so viel. Am Ende des kollektiven Fress- und Saufgelages hat der Autor aufgrund des für seine Verhältnisse überdurchschnittlichen Weinkonsums an diesem Abend keine absolute Kontrolle mehr über seine Sensomotorik, weshalb er nach Ankunft im Hotel die Einladung auf einen Irish Whisky dankend ablehnt, den Fahrstuhl aufsucht und in der elften Etage schließlich die letzten Meter Richtung Hotelzimmer torkelt. Zum Glück muss ich nicht um vier Uhr morgens aufstehen, denn der Flieger hebt erst um 14:30 Uhr ab.