Game of Thrones Staffel 7, Folge 1 – Drachenstein Kritik

Ralf 17. Juli 2017 1
Game of Thrones Staffel 7, Folge 1 – Drachenstein Kritik

Die erste gute Nachricht ist: Game of Thrones ist wieder da! Und darauf folgt gleich die nächste gute Nachricht: Im Gegensatz zu den üblichen Pilotfolgen legt der Auftakt von Staffel 7 (Drachenstein) bereits ein gutes Tempo vor. Man merkt, dass sich die Serie allmählich dem Ende nähert – wir sind quasi beim finalen Luftholen vor dem Sprung ins kalte Wasser.

Auch wenn ich Spoiler für die aktuelle Staffel vermeiden werde, ist das für die bisher erfolgte Geschichte schwer möglich. Wer deswegen die ersten 6 Staffeln noch nicht gesehen hat, sollte nicht weiterlesen.

Konflikte auf allen Seiten

Hauptfokus dieser Folge ist das Rekapitulieren der aktuellen Konflikte. Hierbei stehen besonders die Lannisters um Königin Cersei (Lena Headey) nach ihrem Coup alleine und auf der Suche nach Verbündeten da. Die Tyrells und Dorne haben sich gegen das Haus mit Daenerys (Emilia Clarke) verbündet, welche mit ihrer Flotte auf dem Weg nach Westeros ist.

Doch auch weiter im Norden ist es nicht einfacher. Obwohl Jon (Kit Harrington) den Norden scheinbar um sich versammeln konnte, ist die Lage angespannt. Ein Angriff der Weißen Wanderer wird in absehbarer Zeit erwartet, doch sämtliche Festungen an der Mauer sind unterbesetzt oder unbemannt. Und so liegt es nun an Jon – auch gegen den Willen seiner Schwester – einige unangenehme Entscheidungen zu treffen, um den Widerstand gegen die Toten zu organisieren.

Die Lage ist angespannt. Und jede Partei bereitet sich auf einen unvermeidlichen Angriff der eigenen Feinde vor – seien es Lebende oder Tote. Selbst Charaktere, welche nicht unmittelbar im Krisengebiet tätig sind, werden davon beeinflusst. So sucht Samwell Tarly (John Bradley-West) fieberhaft nach alten Aufzeichnungen über die Weißen Wanderer. Und auch die Bruderschaft ohne Banner, inklusive Bluthund (Rory McCann), spüren den bevorstehenden langen Winter.

Gewohnter Bildepos

All diese verschiedenen Handlungsstränge haben zur Folge, dass von Anfang an eine gewisse Dringlichkeit zu spüren ist. Dennoch nimmt sich Game of Thrones nach wie vor Zeit seinen Bildepos zu zeigen. Besonders hervorzuheben sind in dieser Folge die titelgebende Festung Drachenstein und die Stadt Altsass. Und auch einige große Flotten können bereits bewundert werden, auch wenn sie noch nicht im Einsatz zu sehen sind.

Darüber hinaus sollte aber keine Erwartungen an zu bildgewaltige Szenen gestellt werden – auch die Drachen der jungen Königin stechen in dieser Folge besonders durch ihren kurzen Auftritt hervor. Dafür geben uns jedoch die Weißen Wanderer nochmals einen Einblick in ihre inzwischen gewaltige Armee – und dieser lässt nichts Gutes verheißen.

Fazit zu „Drachenstein“

Der Auftakt der siebten Staffel kann als gelungen betrachtet werden. Alle relevanten Handlungsstränge aus den letzten Folgen werden unmittelbar fortgesetzt. Und erfreulicherweise macht es nicht den Anschein, als würde sich Game of Thrones diesmal zu viel Zeit lassen. Man hat direkt den Eindruck, dass es jeden Moment zu einer Eskalation kommen kann – doch wo wird diese wohl als erstes stattfinden? Doch eines ist sicher: Wir bewegen uns mit großen Schritten auf ein episches Finale zu. Ich freue mich auf mehr.

Die siebte Staffel von Game of Thrones ist in Deutschland unter anderem via Sky oder kostenpflichtig auf Amazon zu sehen – neue Folgen erscheinen immer am Montag. Den letzten Trailer von HBO findet ihr unten.

Beitragsbild & Trailer (c) HBO

Date Published: 07/17/2017
Der Auftakt der siebten Staffel kann als gelungen betrachtet werden. Alle relevanten Handlungsstränge aus den letzten Folgen werden unmittelbar fortgesetzt. Und erfreulicherweise macht es nicht den Anschein, als würde sich Game of Thrones diesmal zu viel Zeit lassen.
3.5 / 5 stars

Game of Thrones Staffel 7, Folge 1 – Drachenstein Kritik
4.5 (90%) 2 votes

  • Randall Flagg

    Der Konflikt mit Sansa wird noch spannend. Der mit feinen Antennen ausgestattete Little Finger hat das natürlich schon kurz gespürt und wird es sich zu Nutze machen.
    In den Büchern mögen die beiden sich auch nicht wirklich, in der Serie wurde das nie so herausgestellt.
    Dies ging aber immer von Sansa aus, die sich Jon haushoch überlegen fühlte, da er ja scheinbar nur ein Bastard gewesen ist.