Media Monday #136

Florian Erbach 4. Februar 2014 0

Ich lag und lieg die letzten Tag krank im Bett, sodass nicht einmal dazu kam einen Post, Bild oder wie auch immer gearteten Nachruf zu Philip Seymour Hoffman zu schreiben. Er war ein ganz großer. Bevor ich mich wieder ins Bett bei Tee und Erkältungstrunk verkrümmel, gibt mir der Media Monday nun doch noch einmal die Gelegenheit etwas zu Hoffmann zu schreiben:

philip-seymour-hoffman

1. Philip Seymour Hoffman wird mir zuvorderst in seiner Rolle The Master in bester Erinnerung bleiben, weil die Darstellung des charismatischen Lancaster Dodd einfach großartig ist. Das braucht gar keine weiteren Worte. (Capote habe ich leider noch nicht gesehen)

2. Aber auch der Film etliche andere Filme unter Beteiligung von Hoffman ist ein sind großartig. Es ist ja gerade der Umstand, dass es oftmals die Nebenrollen waren, die Philip Seymour Hoffman kunstvoll und authentisch „ausfüllte“. Im Grunde war jeder Film, beziehungsweise jede Szene mit Philip Seymour Hoffman ein Genuss und Bereicherung für Hollywood und das Filmbusiness. Positiv möchte ich in diesem Zusammenhang auch die Synchronstimme hervorheben, die die Darbietungen von Hoffmann ebenso gekonnt in Ton bannen konnte.

3. Letzte Worte zum Tod eines – meiner Meinung nach – großartigen Schauspielers, der es noch weit hätte bringen können und wie so viele leider viel zu früh gehen musste:

Es wurde schon so viel geschrieben und gesagt, sodass meine Worte eigentlich überflüssig sind. Er ist viel zu früh gegangen und ein großer Verlust. Gerade wenn man sich vor Augen führt, dass er gerade einmal 46 Jahre alt war und uns noch so viel hätte geben können. Ein tragischer Tod.

4. Während die Todesursache noch längst nicht offiziell mitgeteilt worden ist, wird allerorten bereits heiter spekuliert und von einer Überdosis Drogen ausgegangen. Ob richtig oder nicht, tut so eine öffentliche Zurschaustellung, so ein Breittreten der mutmaßlichen Todesumstände einer Person des öffentlichen Lebens wirklich not? Wie ist eure Meinung?

Schwierig zu sagen. Einerseits möchte man wissen, wieso man mit 46 Jahren so früh aus dem Leben scheidet, andererseits sollten diese Umständte eigentlich nur die Familie und Freunde etwas angehen. Aber als Weltstart lassen sich solche boulevard-ähnlichen Berichterstattungen wohl nicht vermeiden.

5. Fernab jeder Pietätlosigkeit schreibt allerdings – wie ich finde – ________ oft sehr schöne Nachrufe auf verstorbene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie zum Beispiel ________ . Ich kenne keinen speziellen „Nachrufeschreiber“. Der letzte Nachruf der mich berührt war der über Lothar Bisky in SPON – und das, obwohl ich die Linke nicht wähle. Auch den Nachruf zu Philip Seymour Hoffman in SPON fand ich sehr lesenswert.

6. Kommt nur mir das so vor, oder häufen sich in der letzten Zeit die tragischen Todesfälle? Oder liegt es vielleicht vielmehr an der wachsenden Verbreitung Sozialer Netze, dass man derartige Nachrichten ganz anders oder unmittelbarer wahrnimmt? Was meint ihr dazu?

7. Meine zuletzt gesehener Film mit Philip Seymour Hoffman war Catching Fire und der war sehr gut, weil die Geschichte um Katniss Everdeen, diese bitter-süße Liebesgeschichte in einer dystopischen Welt, einfach gut gemacht ist. Auch Hoffmann brilliert in dieser großen Hollywoodproduktion…