Mission Impossible – Rogue Nation (2015): Kritik

Dorit Scharf 5. August 2015 0
Mission Impossible – Rogue Nation (2015): Kritik

Seit 1996 kehrt Tom Cruise in unregelmäßigen Abständen als Ethan Hunt, Agent der IMF (Impossible Missions Force), zurück auf die Kinoleinwand. Am 06.August 2015 ist das dann mit „Mission Impossible- Rogue Nation“ das fünfte Mal soweit.

Zur Handlung:

Eingeleitet wird „Rogue Nation“ direkt mit einem Showdown: die IMF ist auf Mission in Weißrussland und richtet dort allerdings mehr Schaden als Nutzen an. Das findet zumindest das CIA, allen voran Hunley (Alec Baldwin), der sich dafür ausspricht, dass die IMF aufgelöst wird.

Ethan Hunt (Tom Cruise) hat allerdings Hinweise über die Machenschaften einer mächtigen Untergrundorganisation, die unter dem Namen „Syndikat“ bekannt sind. Denen muss er nachgehen, interne bürokratische Komplikationen hin oder her. Bei seinen Nachforschungen helfen ihm nicht nur seine früheren IMF-Kollegen, allen voran Computerspezialist Benji Dunn (Simon Pegg), sondern auch die mysteriöse Ilsa Faust (Rebecca Ferguson). Immer wieder hilft sie Ethan aus der Patsche, verschafft ihm die notwendigen Informationen für den nächsten Schritt der Mission. Doch es bleibt lange ungeklärt auf  wessen Seite sie eigentlich steht.

Agenten-Action fürs Popcorn-Kino

Der fünfte Teil von „Mission Impossible“ kommt mit ordentlich Action und Verwicklungen daher. Die Charaktäre bleiben dabei erwartungsgemäß eher stereotyp. Ethan Hunt erweist sich als gestählter US-Agent, dem keine Aufgabe zu schwer ist. Natürlich vergisst er bei aller Terroristenjagd nicht seine guten Manieren und macht der toughen schwedischen Agentin Ilsa Faust auch dann noch ein Kompliment für ihre Highheels als er selbst gefesselt die Folter durch die Anhänger des Syndikats erwartet.

Ilsa Faust repräsentiert das Klisché der emanzipiertern skandinavischen Frau, die sich sowohl im elegantem gelb-blauen Kleid als auch barfuß auf der Flucht oder knallhart im Kampf mit ihren männlichen Kollegen zeigt. Ihre Ebenbürtigkeit zu Ethan ist erfrischend im Vergleich zu den sonst eher flachen Frauencharakteren, die meist dem Agenten als „Honeytrap“ begegnen. Immer wieder behauptet sie sich gegen ihre Auftraggeber. Auch wenn es zwischen ihr und Ethan natürlich knistert, wird die Spannung ausgehalten und ordnet sich (ganz professionell) der Mission unter. Ihr persönlicher Kampf findet vor allem mit ihrem Landsmann im Kreise der Untergrundorganisation statt. Der Nordmann ist groß, grobschlächtig und erfüllt die Rolle des ausführenden Schlägertyp für die schmutzigen Angelegenheiten. So hat das „Syndikat“ seinen eigenen kleinen skandinavischen Geschlechterkampf, der im finalen Showdown ebenfalls entschieden und beendet wird.

Die Stunts in den Action-Szenen sind schon ziemlich beeindruckend und teilweise auch so echt wie möglich gehalten (siehe Mission Impossible: Rouge Nation – Spektakuläre (echte) Stunts!): Tom Cruise hängt außen am fliegenden Flugzeug, springt (mal wieder) durch Fenster und übersteht selbst den Sturz vom Motorrad nach halsbrecherischer Geschwindigkeit ohne bemerkenswerte Kratzer (ohne Schutzkleidung, sondern im hübsch-hässlichen Hawaiihemd). Für die Rolle der Ilsa als eine Art femininer Sidekick muss dann der Kajal auch noch nach einem komplizierten Tauchgang  absolut perfekt sitzen – und tut es auch.

Aber diese  Details, die den Zuschauer offensichtlich daran erinnern, dass hier definitiv Fiktion auf der Leinwand gezeigt wird, gehören in dem Genre irgendwie dazu und sind fast schon amüsant.

Fazit

„Mission Impossible: Rogue Nation“ ist ein runder actionreicher Agentenfilm. Obwohl ich tatsächlich bisher die vier Vorgänger immer noch nicht gesehen habe, konnte ich dem Film ohne Probleme folgen und habe mich bestens unterhalten gefühlt. Nur das Ende zieht sich trotz der rasanten Verwicklungen ein wenig.

Hier gibt es schon mal den deutschen Trailer:

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