Katakomben (2014): Kritik zum Found-Footage-Horror

Florian Erbach 14. September 2014 0
Katakomben (2014): Kritik zum Found-Footage-Horror

Die Alchemie gilt als Vorläufer der modernen Chemie und der Pharmakologie. Sie war wegbereitend für moderne Wissenschaften. Eines der populären Ziele dieser „Naturphilosophie“ war es, Gold aus anderen Metallen und durch wiederholbare Prozesse herzustellen. Kein mühsames Suchen und Abbauen mehr, sondern ein paar Zutaten zusammenmixen und fertig ist das Edelmetall. Wie wir wissen, wurde daraus nichts. Doch wer weiß, welche Geheimnisse die Alchemie mit der Verdrängung durch Chemie und andere Wissenschaften bis heute hütet? Haben die Meister der Alchemie uns vielleicht Dinge vorenthalten? Einem dieser Geheimnisse möchte Katakomben nachgehen.

Katakomben (2014) erzählt die Geschichte von einer Gruppe von jungen Menschen, die eine geheime Kammer in den Katakomben von Paris vermuten. Dort durch unglückliche Umstände eingeschlossen, dringen sie immer tiefer in die Katakomben vor und müssen sich ihren Ängsten stellen. Ein Kampf um das Überleben beginnt und dabei ist nicht einmal die Panik oder der Mangel an Wasser und Nahrung das größte Problem…

Einer der besseren Found-Footage-Filme

Katakomben, welcher im Original noch „As Above, So Below“ genannt wird, ist ein typischer Vertreter des Found-Footage-Genre. Dabei ist Katakomben im Grunde gar kein „echter“ Found-Footage-Film. Mittlerweile ist es aber so, dass sobald „Wackelkameras“ und bewusst amateurhafte Kameraführung auftreten, wir von Found-Footage reden. Dazu gehört dann auch das obligatorische Reden und Agieren mit der Kamera. Damit soll Authentizität geschaffen werden und der Zuschauer soll zumindest das Gefühl haben, als könnten die Aufnahmen echt sein.

As Above So Below Symbol

As Above, So Below

Die Geschichte um Scarlett (Perdita Weeks), der Suche ihres Vaters und schließlich dem entscheidenden Hinweis, der sie letztlich in die Katakomben von Paris führt, wirkt nicht sonderlich spannend oder außergewöhnlich erzählt. Eine typische Horror-Rahmengeschichte, die den Zuschauer lediglich behutsam in die Katakomben führt. Denn sobald wir mit Helmkamera und Taschenlampe in den Katakomben unterwegs sind, entwickelt sich eine durchaus spannende und beklemmende Atmosphäre. Katakomben kommt vor allem diese klaustrophobische Atmosphäre zu Gute, die durch den Found-Footage-Charakter noch verstärkt wird. Regisseur John Erick Dowdle, der unter anderem auch Devil: Fahrstuhl zur Hölle oder Quarantäne inszeniert hat, versteht es, die Dunkelheit und enge Räume zu nutzen. Jederzeit kann etwas passieren und sogenannte „Jumpscares“ (plötzliche Schreckmomente) lassen einen im Kinosaal zusammenzucken. Leider wirkt auch im zweiten Teil die Geschichte nicht sonderlich durchdacht und ein paar Momente, die Stirnrunzeln verursachen, gibt es auch da. Doch dafür schlägt das Herz in einigen Szenen um einiges höher und darauf kommt es doch letztlich an. Katakomben ist nicht übermäßig blutig, hat aber seine Momente, die einen schlucken lassen.

Fazit zu Katakomben (2014)

Wer etwas für Found-Footage übrig hat und „jump scares“ mag, wird nach Katakomben durchaus beseelt das Kino verlassen. Katakomben erfindet das Genre nicht neu, ist aber definitiv einer der besseren Found-Footage-Filme und kann vor allem durch die klaustrophobische Atmosphäre punkten. Die „Gruselmomente“ sind gut gesät und auch wenn die Geschichte nicht immer logisch und nachvollziehbar ist, kommen Grusel- und Horrorfans auf ihre Kosten.

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