Maleficent 2 Kritik: Außen Hui, Innen pfui?

Sophia Freiheit 15. Oktober 2019 0
Maleficent 2 Kritik: Außen Hui, Innen pfui?

Maleficent ist zurück: Nach fünf langen Jahren kommt endlich der zweite Teil der Disney- Realverfilmung in die Kinos und damit sogar noch früher als ursprünglich angekündigt. Ein Großteil der Originalbesetzung ist auch wieder mit an Bord: nicht zuletzt natürlich Angelina Jolie in der Rolle der „bösen“ Fee Maleficent und Elle Fanning als Ziehtochter Aurora.

Der zweite Teil setzt chronologisch einige Jahre nach dem Ende des ersten Teils an: zwischen Prinz Philipp und Aurora hat es doch noch mächtig gefunkt und als er sie um ihre Hand anhält, wird die komplexe Beziehung zwischen Maleficent und der erwachsenen Aurora auf eine harte Probe gestellt. Die bevorstehende Hochzeit, die das Königreich Ulstead mit dem magischen Reich der Moore endlich friedlich vereinen soll, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der alte Groll zwischen den Menschen und den Feen noch nicht vollständig vergessen ist. So kommt es bei der Familienzusammenführung wie erwartet zum Streit und Maleficent und Aurora finden sich unweigerlich auf verschiedenen Seiten eines großen Konflikts wieder. Dabei treibt vor allem Auroras Schwiegermutter Königin Ingrith (Michelle Pfeiffer) einen Keil zwischen die beiden…

Die Effekte und Kamerafahrten durch die Moore und die zauberhafte Landschaft sind, genau wie schon im ersten Teil, atemberaubend. Gerade daher lohnt es sich den Film auf der großen Kinoleinwand, wenn möglich sogar in 3D, zu sehen. Die Kostüme und Masken sind hingegen noch facettenreicher und passen perfekt in die diegetische Welt. Dabei ist besonders Maleficent zu erwähnen, die weiterhin Herzstück des Films ist und die man sich ohne Angelina Jolie mittlerweile gar nicht mehr vorstellen kann. Doch in diesem Teil hat Jolie eine starke Konkurrentin an der Seite, in der Rolle der Königin Ingrith. Da an dieser Stelle aber nicht zu viel verraten werden soll, gehen wir hier auf ihre Rolle nicht weiter ein. Pfeiffer spielt jedenfalls überzeugend, trotz der sichtbaren Faceliftings. Etwas verwirrend kann die Charaktereinführung des Prinz Philips sein: Hier wurde Brenton Twaithes nämlich durch Harris Dickinson ersetzt und die beiden sehen sich noch nicht einmal ähnlich.

Maleficent 2 ist im Großen und Ganzen genau das, was man erwartet: ein Film für die ganze Familie. Leider schafft er es aber inhaltlich nicht so zu überraschen, wie der erste Teil und daher muss man sich die Frage stellen, ob dieser zweite Teil überhaupt vonnöten war. Während der erste Teil noch eine neue Sichtweise auf das klassische Märchen „Dornröschen“ und der Bedeutung der bösen Fee Malefiz ermöglichte, hat der zweite Teil eigentlich kaum noch etwas mit dem ursprünglichem Märchen zu tun. Auch wenn man merkt, dass Regisseur Joachim Ronning und Drehbuchautorin Linda Woolverton sich Mühe gegeben haben, noch einige neue Nebenhandlungen mit einzubauen bleibt der Film unterm Strich allerdings ein klassisches Märchen, was man nach dem Sehen leider schnell wieder vergisst und das mit viel zu vielen Klischees und Stereotypen arbeitet.

Insgesamt ein Film für die ganze Familie, bei dem vor allem Kinder Spaß haben werden. Eine tolle Besetzung, die wirklich überzeugend spielt, tolle Effekte, weshalb sich der Film rein optisch wirklich lohnt, inhaltlich aber leider viel zu schnell in Vergessenheit gerät.

Maleficent 2: Mächte der Finsternis läuft ab dem 17. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

Beitragsbild: ©Disney Enterprises.

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